Das “Verbot” der Nutzung von SkyDrive als Datensicherung durch Apps

Gestern ging die Meldung durch das Internet, das Microsoft verbietet, dass Apps SkyDrive zur Datensicherung nutzen. Bei Verstoß drohe dem Entwickler der Rauswurf seiner App aus dem Windows Marketplace. Die Frage ist, warum wird da so hart durchgegriffen…. oder besser gesagt warum könnte so durchgegriffen werden? Zunächst einmal muss sich jeder im Klaren sein, das Microsoft mit SkyDrive eine Plattform kostenlos zur Verfügung stellt, die ganz klar den gelten Gesetzen unterliegt. Somit steht Microsoft selbst zwangsläufig unter Beobachtung. Also entstehen AGBs die mit dem Gesetz konform sind und dem Kunden der das Angebot KOSTENLOS in Anspruch nimmt, die Rechte und Pflichten einmal nahe legt. Ich habe schon einmal in einem anderen Bericht die AGBs für SkyDrive etwas näher gebracht.
Wie stellt Microsoft sicher, dass die Nutzung der Plattform auch AGB konform ist? Microsoft prüft, wahrscheinlich mit einem maschinellen Verfahren, die Inhalte von SkyDrive. Fälle in denen beschrieben werden, das Accounts von Leuten gebannt wurden, die solche, laut AGB verbotenen Inhalte auf dem Cloudlaufwerk hinterlegt haben beweisen das zumindest der Inhalt irgendwie überprüft wird. Spezielle Suchalgorithmen und Filterprogramme werden losgejagt um nach nicht erlaubtem Inhalt zu suchen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier bis auf den zu prüfenden Einzelfall, keine wirklichen Personen in irgendeinem Büro sitzen und die SkyDrive-Inhalte per Hand untersuchen.

Jetzt kommen diese Apps ins Spiel, die hier von Microsoft angeprangert werden. Es gibt Programme, die ermöglichen die Nutzung von SkyDrive als Zwischenspeicher oder auch Datensicherung. Sie erstellen auf dem Cloudlaufwerk einen geschlossenen Container den nur sie selbst öffnen und lesen können. Nun hat Microsoft ein Problem indem der Zugriff auf diese Dateien verwehrt wird. Nun kann die Überprüfung und Durchsetzung der AGB nicht mehr durchgeführt werden. Microsoft spricht selbst nur von der Möglichkeit das Apps aus dem Marketplace zurückgezogen werden oder gar nicht erst zugelassen werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Entwickler die Möglichkeit hat, sich zu rechtfertigen und zu beweisen das der Content der auf SkyDrive abgelegt wird, nur zum Schutze der Anwender verschlüsselt wird und diese Apps nicht dafür missbraucht werden können um Content auf SkyDrive zu verbreiten, der gegen die AGB verstößt.

Es gibt zum Beispiel solche so genannten Wallet Programme, in denen man Passörter, EC Kartenummern, Kreditkartendaten etc. ablegen, die dann mit SkyDrive in einen geschützten Bereich synchronisiert werden. Darauf kann ich dann mit dem heimischen Rechner etc. zugreifen… Solche Programme sind auch nur für diese Funktion vorgesehen und ich kann mir vorstellen, dass bei ausreichender Begründung diese Programme auch zugelassen werden.

Wer jetzt glaubt, dass bei Drop Box alles anders ist, sollte sich im Klaren sein, das DropBox den ähnlichen Anforderungen unterliegt wie Microsoft mit SkyDrive.

 

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